amerikanischer Maler und Grafiker; befasste sich mit dem Kubismus, dem japan. Holzschnitt, der Kunst der Indianer und den ostasiat. Maltechniken; auch Komponist und Dichter; erhielt 1958 auf der Biennale in Venedig den ersten Preis für Malerei
* 11. Dezember 1890 Centerville/WI
† 24. April 1976 Basel (Schweiz)
Wirken
Mark Tobey wurde am 11. Dezember 1890 in Centerville/Wisconsin geboren und wuchs in dem kleinen Ort Trempealeau am Ufer des Missisippi auf. Seine Eltern waren strenggläubige Kongregationalisten. Als sein Vater 1908 erkrankte, mußte sich T. in Chicago nach einem Job umsehen und schlug sich mit Modezeichnungen und ähnlichem durch. Im Art Institute in Chicago besuchte er eine Sonntagsklasse für Aquarellmalerei. 1911 kam er nach New York, wo er bei K.H. Miller Privatstunden nahm. Er versuchte sich an Porträts (1917 erste Ausstellung bei Knoedler), später bemalte er Wand- und Lampenschirme. Als Pressezeichner arbeitete er zeitweilig für die New York Times. 1918 schloß er sich der Bahai-Bewegung an, jener optimistischen Weltreligion, die an die Vereinigung aller großen Religionen glaubt.
1922 ließ sich T. in Seattle nieder, wo er zeitweilig als Lehrer für Malerei an der Cornish School tätig war. Er befaßte sich mit dem Kubismus, mit dem japanischen Holzschnitt, mit der Kunst der Indianer. Ein chinesischer Student ...